Malsfelder Verein für Dokumentation und Archivierung e.V.
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Schreiner und Stellmacher in Elfershausen

Viele Dinge des täglichen Lebens, Gegenstände und Geräte wurden früher von Wagnern, Küfern und Schreinern aus Holz hergestellt. Von Wagnern, auch Stellmacher genannt, wurden neben den landwirtschaftlichen, eisenbereiften Holzwagen auch Eggen und Ackerpflüge oder auch Leiterwagen, überwiegend aus Holz hergestellt. Dieses heute ausgestorbene Handwerk übten um 1949 Reinhardt Ploch, Justus Hofmann und Otto Beinhauer aus. Ein weiterer Stellmacher, Heinrich Schmidt, hatte seine Werkstatt in Obermelsungen.

Mit dem Wandel der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden änderten sich auch die Anforderungen an Geräte und Maschinen, die seit vielen Jahren schon industriell hergestellt werden. Von den drei genannten Berufen gibt es heute nur noch den Schreiner.

Die in einem Holzschuppen, „Auf dem Brink“, jetzt Saalweg 14, untergebrachte Schreinerei Wenderoth gab es von 1880 bis 1949. Der aus dem Sudetenland vertriebene Franz Sommer öffnete 1948 in einer früheren Schmiede in Ostheim eine Schreinerei. Kurze Zeit später übernahm er dann die Gebäude der ehemaligen Schreinerei Wenderoth „Auf dem Brink“. Nachdem er eine neue Werkstatt 1960 auf dem als „JudenTotenhof“ bezeichneten Gelände, Hauptstraße 21, gebaut und in Betrieb genommen hatte, wurde die Werkstatt im Saalweg abgebrochen und später als Bauplatz  verkauft. Die neue Schreinerei, einschließlich Bestattungsinstitut, betrieb Franz Sommer bis 1997, aus Altersgründen hörte er auf.

Quelle: Chronik 750 Jahre Elfershausen

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