Malsfelder Verein für
Dokumentation und Archivierung e.V.

Vergleich von 1653 (Transkription von Dr. Thomas Dell-George)

Dieses, aufgrund der damaligen Ausdrucksweise, sehr schwer zu verstehende Vertragswerk umfasst 8 Punkte. Beschrieben wird ein Streit zwischen 7 „Beisitzern“ und abhängige Kleinbauern (Kätnern), die in Folge des 30jährigen Krieges Not litten und Abgaben an die Kriegsparteien leisten mussten.

Zur Beilegung des Streites, wird unter anderem Gemeindeland in 25 gleiche Teile aufgeteilt und an die 15 Kätner und 7 Beisitzer verteilt. Zusätzlich bekamen die Beisitzer noch Land zugeteilt, deren Grenzen vermutlich schon mit Steinen markiert wurden.

Des Weiteren, werden Festlegungen über den Bau und Erwerb von Häusern getroffen, die für Verwandte 1. Grades gültig sind.

Auch durfte kein „leicht fertiges Gesinde“ aufgenommen werden. Der Erlös der Strafe, 2 Florin/Gulden, wurde je zur Hälfte zwischen der Obrigkeit und dem Dorf aufgeteilt. Kam ein Fremder ins Dorf, heiratete und wohnte hier, musste er dafür 5 Thaler Einzugsgeld zahlen, wieder je zur Hälfte an die Obrigkeit und an das Dorf.