Malsfelder Verein für
Dokumentation und Archivierung e.V.

Die Kleinbahn Malsfeld - Wabern

Eine eingleisige Bahnstrecke, zwischen Malsfeld und Wabern, wurde Ende des 19. Jahrhunderts geplant. Dies geht aus Trassierungsplänen, der „Continentale Eisenbahn- Bau- und Betriebsgesellschaft“ aus Berlin von 1898, hervor. Auf einer Länge von 15,35 km sollten 6 Haltestellen geschaffen werden. Diese waren geplant zwischen Dagobertshausen und Elfershausen, bei Ostheim, zwischen Hilgershausen und Mosheim, am Rand von Helmshausen, bei Rhünda und bei Harle.

Ausgehend von 188,00 m über NN im Bahnhof Malsfeld, sollte bei einer maximalen Steigung von 3%, ein Höhenunterschied von 88,40 m überwunden werden. Der höchste Punkt wäre bei Ostheim mit 276,40 m über NN gewesen, von hier ginge es im Wesentlichen dem Rhündabach folgend bergab, weiter zum Ortsrand von Harle und ab hier nach Wabern, mit einer Höhe von 162,80 m über NN. Der Höhenunterschied ab hier bis Ostheim war mit 113,60 m geplant.

Für die geplanten Kurven waren einfache Bögen mit einem Radius von 200m bis 400 m vorgesehen. Da weder Korbbögen noch Klothoiden als Trassierungselemente angewendet werden sollten, kann die zu erwartende Geschwindigkeit der Züge mit etwa 50 bis 60 Stundenkilometern angenommen werden.

Als erstes sehen Sie unten in den pdf-Dateien einen Bericht von Reinhold Salzmann, zu den Planungen der Strecke. In der zweiten pdf-Datei ist  der geplante Trassenverlauf von Kurt Maurer aus Stadthagen (früher Melsungen) in die Topografische Karte "OpenTopoMap (CC-BY-NC-SA-4.0)" 1: 50000 eingearbeitet. Weiter folgen Kopien der 6 Stationierungspläne. Diese beinhalten einen Lage- und einen Höhenplan, wobei die Bezeichnungen 0 bis 153, die einzelnen Streckenlängen als Hektometrierung (in Hundert) angeben.

Eigens für diese Strecke waren auch besondere Schienenfahrzeuge geplant. Die Konstruktionspläne für Lokomotive und Wagen, zur Personen und Güterbeförderung, kann man sich unten in den pdf-Dateien ansehen.

Zeitungsartikel aus dem Homberger Kreisblatt, vom 23. 06 1898, und der Casseler Allgemeine Zeitung, vom 26. 04. 1914, in denen auf die Notwendigkeit hingewiesen wird, stehen am Schluss.

Verfasser: Günther Herwig